Tiny in der Tierklinik

Leider hat die Geschichte der 4 winzigen viel zu jungen Welpen die auf die Straße geworfen wurden, die noch dringend Muttermilch gebraucht hätten und von den Leuten des Bauernhofs aufgesammelt wurden, ein trauriges Ende genommen.
Nachdem die erste Hündin, eigentlich die Kräftigste von allen, nichts mehr fressen wollte, haben wir alle dem Tierarzt vorgestellt. Keins der Welpen hatte Fieber, so hat er entwurmt und ein Medikament gegen Magen-Darm-Probleme gegeben und wir haben sie wieder zurück gebracht. Leider war die kleine Hündin am nächsten Tag tot…
Als der Rüde anfing nichts mehr zu fressen sind wir wieder zum Tierarzt, auch diesmal kein Fieber, aber Erbrechen und Durchfall. Wir haben den Kleinen mit nach Hause genommen um ihn intensiv zu betreuen. Der Tierarzt hat ihm 100 ml Infusion unter die Haut gegeben was dann absorbiert wird denn der Kleine war schon dehydriert und hat dringend Flüssigkeit benötigt. Jede geringe Menge an Flüssigkeit im Mäulchen hat eine extreme Übelkeit wie Würgen bei ihm verursacht. Also sollten wir täglich diese Infusion unter die Haut geben. Bei uns zu Hause hat der Kleine nur noch geschlafen und ist gegen Abend sehr friedlich von uns gegangen….
Der 3.Welpe, eine kleine dunkle Hündin war bisher sehr fit und agil gewesen und hat sehr gut gefressen, als wir jedoch wieder zum Bauernhof kamen wurde uns mitgeteilt dass auch sie gestorben war….
Leider ist man gegen Parvovirose bei Welpen in diesem Alter und Zustand machtlos, einzig die Impfung kann schützen, doch sie kann erst mit 6-8 Wochen bei gesunden Welpen gemacht werden, Nun war da noch die allerkleinste Wuselmaus, sooo winzig aber fit und sie würde gut fressen, sie hatte aber von Anfang an einen ziemlich dicken Bauch ,der nun nicht mehr wie ein harmloser Welpenbauch aussah. Also haben wir die Kleine zum Tierarzt gebracht der meinte dass es eine geschwollene Leber sein könnte und hat uns Lebervitamine mitgegeben. Wir haben auch diese kleine Maus mit nach Hause genommen. Nachdem sie sich im Garten reichlich entleert hat, wollte sie nur noch schlafen und wir machten uns schon größte Sorgen. Dann gegen Abend wurde sie jedoch wieder munter und hat ihren Brei aus Reis und Dosenfutter sehr gut gefressen. So niedlich wie sie mit unserem kleinen Pudel durch den Garten gewuselt ist, nicht größer als ein Meerschweinchen mit einem Gewicht von 1kg und 5g.
Am nächsten Morgen in der Frühe dann ein großes Problem, die Kleine konnte sich nicht mehr entleeren, sie hat es immer wieder versucht aber rein garnichts kam aus ihrem kleinen Körper heraus, der Bauch sah mittlerweile bedrohlich aus. Also sind wir sofort losgefahren in die 200 km entfernte neue und hochmoderne Tierklinik, dort wurde Ultraschall gemacht, geröntgt und Blut aus der Halsvene entnommen. Die Untersuchungen waren für die Kleine, wir haben sie mittlerweile Tiny genannt, eine Tortur, es war nur schwer zu ertragen sie so leiden zu sehen ,und wir konnten sie dazwischen nur immer wieder tröstend herumtragen. Auch sind wir immer wieder mit ihr in den schön angelegten Hundegarten gegangen in der Hoffnung dass sie sich endlich erleichtern könnte…es ging auch mit größter Anstrengung nicht. Der Arzt konnte eine stark gefüllte Blase feststellen aber keinen Anhalt für diese Blockade, die Blutwerte waren erstaunlich gut außer erniedrige Thrombozytenzahl. Nach 3 1/2 h entschied sich der Arzt dafür Tiny stationär aufzunehmen und trotz des Risikos einer platzenden Blase eine Infusion zu legen und dahinein ein Medikament zu geben und wenn dieses nicht anschlagen sollte, eine Blasenpunktion allerdings mit hohem Risiko verbunden, durchzuführen. Eine Katheterbehandlung erklärte er uns, sei bei diesem winzigen Welpen nicht möglich. Nachdem wir die Erstbehandlung bezahlt hatten und eine Kaution hinterlegt ,sind wir mit Sorgen ,Zweifeln und Hoffnung nach Hause gefahren. Nicht bevor wir dem Arzt gesagt hatten, dass wenn die kleine Tiny zu sehr leiden müsste, er sie bitte erlösen solle……….
Heute Morgen der Anruf in der Klinik. Tiny geht es soweit gut, das Medikament hat angeschlagen und sie würde gut fressen Allerdings kann sie spontan immer noch kein Pipi machen und muss deshalb noch so lange in der Klinik bleiben bis es wieder ohne Behandlung funktioniert. Aber die Chancen stehen gut. Heute Abend will der Arzt uns anrufen und Bescheid geben.
Alles in allem übersteigt dieser Aufenthalt und die Fahrtkosten unser bescheidenes Budget und wer sich gerne an Tiny ´s Behandlung beteiligen möchte ist herzlich willkommen.

Über streetdogs

https://www.facebook.com/Hundehilfe.Thailand
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.